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Kulturwissenschaften:
Neuer Schwerpunkt an der Uni Graz ab Sommer 2002 und Kooperation
mit Donauuniversität Krems
Mit der Schaffung neuer Schwerpunkte in Lehre und Forschung treibt
die Universität Graz ihre Entwicklung und Modernisierung voran.
Was im anglo-amerikanischen Raum unter dem Titel cultural
studies schon zum Bildungsangebot zählt, wird nun auch
an der Uni Graz verwirklicht. Das interdisziplinäre und -fakultäre
Studienangebot Kulturwissenschaften befindet sich derzeit
im Finale seiner Entwicklung, das neue Studienangebot soll es ab
dem Sommersemester 2002 an der Universität Graz geben. Ziel
ist es, sich konkreten gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen
zu stellen und zu realen Problemen Lösungen zu suchen.
Vor knapp zwei Jahren hatte die Arbeitsgruppe der Geisteswissenschaftlichen
Fakultät mit mehr als 60 WissenschaftlerInnen unter der Leitung
von Univ.-Prof. Dr. Elisabeth List (Inst. f. Philosophie) begonnen,
ein Konzept für ein praxisorientiertes Lehr- und Forschungsprojekt
zu erstellen. Die Bandbreite der Lehrveranstaltungen erstreckt sich
über mehrere Fakultäten, vernetzt zahlreiche Institute
z.B. von Amerikanistik, Philosophie, Sportwissenschaften, über
Geschichte, Germanistik bis hin zur interuniversitären Koordinationsstelle
für Frauen- und Geschlechterforschung sowie zum Interuniversitären
Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFF). Zukünftige
StudentInnen können so ab 2002 ein interdisziplinär strukturiertes
kulturwissenschaftliches Lehrangebot belegen, das ihre kulturelle
wie auch gesellschaftliche Kompetenz zum Ziel hat.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: Dr. Theresia Klugsberger
von der Donau-Universität Krems (l.) und Vizerektorin Pellert
Foto: Schweiger
Gemeinsam mit der AG Kulturwissenschaften veranstaltete die Vizerektorin
für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung, Univ.-Prof.
Dr. Ada Pellert, am 23. Mai 2001 eine Diskussion zu den Möglichkeiten
und Perspektiven einer transfakultären Einbindung des neuen
Studienangebots. Seitens der Fakultäten, insbesondere
bei der Katholisch-Theologischen sowie der Medizinischen, besteht
großes Interesse, das Studienangebot zu integrieren,
stellt Pellert fest. Die Vizerektorin ist optimistisch, dass noch
offene Fragen bezüglich der organisatorischen und finanziellen
Abwicklung in bevorstehenden Gesprächen geklärt werden
können.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zwischen der Universität
Graz und der Donauuniversität Krems ein Kooperationsvertrag
unterzeichnet, um die Kulturwissenschaften auch als postgraduales
Angebot zu integrieren. Ein wesentlicher Beitrag für
den universitären Weiterbildungsbreich, reüssierte
Ada Pellert. Gemeinsam sollen zukünftig sowohl Lehrgänge
entwickelt als auch der Austausch von Lehrpersonal ermöglicht
werden.
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