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BetreuerIn * 23.05.01

Kulturwissenschaften:
Neuer Schwerpunkt an der Uni Graz ab Sommer 2002 und Kooperation mit Donauuniversität Krems

Mit der Schaffung neuer Schwerpunkte in Lehre und Forschung treibt die Universität Graz ihre Entwicklung und Modernisierung voran. Was im anglo-amerikanischen Raum unter dem Titel „cultural studies” schon zum Bildungsangebot zählt, wird nun auch an der Uni Graz verwirklicht. Das interdisziplinäre und -fakultäre Studienangebot „Kulturwissenschaften” befindet sich derzeit im Finale seiner Entwicklung, das neue Studienangebot soll es ab dem Sommersemester 2002 an der Universität Graz geben. Ziel ist es, sich konkreten gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen zu stellen und zu realen Problemen Lösungen zu suchen.
Vor knapp zwei Jahren hatte die Arbeitsgruppe der Geisteswissenschaftlichen Fakultät mit mehr als 60 WissenschaftlerInnen unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Elisabeth List (Inst. f. Philosophie) begonnen, ein Konzept für ein praxisorientiertes Lehr- und Forschungsprojekt zu erstellen. Die Bandbreite der Lehrveranstaltungen erstreckt sich über mehrere Fakultäten, vernetzt zahlreiche Institute z.B. von Amerikanistik, Philosophie, Sportwissenschaften, über Geschichte, Germanistik bis hin zur interuniversitären Koordinationsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung sowie zum Interuniversitären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFF). Zukünftige StudentInnen können so ab 2002 ein interdisziplinär strukturiertes kulturwissenschaftliches Lehrangebot belegen, das ihre kulturelle wie auch gesellschaftliche Kompetenz zum Ziel hat.


Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: Dr. Theresia Klugsberger von der Donau-Universität Krems (l.) und Vizerektorin Pellert

Foto: Schweiger

Gemeinsam mit der AG Kulturwissenschaften veranstaltete die Vizerektorin für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung, Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert, am 23. Mai 2001 eine Diskussion zu den Möglichkeiten und Perspektiven einer transfakultären Einbindung des neuen Studienangebots. „Seitens der Fakultäten, insbesondere bei der Katholisch-Theologischen sowie der Medizinischen, besteht großes Interesse, das Studienangebot zu integrieren”, stellt Pellert fest. Die Vizerektorin ist optimistisch, dass noch offene Fragen bezüglich der organisatorischen und finanziellen Abwicklung in bevorstehenden Gesprächen geklärt werden können.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zwischen der Universität Graz und der Donauuniversität Krems ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, um die Kulturwissenschaften auch als postgraduales Angebot zu integrieren. „Ein wesentlicher Beitrag für den universitären Weiterbildungsbreich”, reüssierte Ada Pellert. Gemeinsam sollen zukünftig sowohl Lehrgänge entwickelt als auch der Austausch von Lehrpersonal ermöglicht werden.