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BetreuerIn * 14.12.01

Von „Humor als didaktische Würze” bis zu „Arabische Regionalsprachen”
Innovative Lehre an der Uni Graz prämiiert


Die Mehrheit der Studierenden stellte ihren Lehrenden ein gutes Zeugnis aus – dieses erfreuliche Ergebnis lieferte die zweisemestrige Pilotphase zur Evaluation der Lehre an der Universität Graz. „Die Zufriedenheit der Studierenden ist auch ein Auftrag, weitere Akzente zu setzen”, unterstreicht Ao.Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert, Vizerektorin für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung. So wurden zusätzlich zur Überprüfung und Sicherung der Qualität in der Ausbildung – vor allem auch mit dem verstärkten Einsatz Neuer Medien – Schritte unternommen, innovative Formen der Lehre zu unterstützen und das Engagement zu fördern. „Lehrende sollen ermutigt werden, weiterhin viel Kreativität in die Gestaltung der Lehrveranstaltungen fließen zu lassen”, begründet Pellert die Initiative. „Es wurde insbesondere nach Projekten Ausschau gehalten, die neue Wege in der überfakultären Lehre, in den Vermittlungsformen, der Internationalisierung oder der Kooperation mit der Praxis beschreiten.”

Insgesamt 200.000 Schilling (14.543 Euro) standen zur Verfügung. Eine Jury, der u. a. Dr. Manfred Jochum, ORF-Hörfunkintendant, angehörte, wählte aus insgesamt 33 eingereichten Projekten folgende sechs Initiativen aus:
Die „Refugee Law Clinic”, in der Theoretiker und Praktiker zu Flüchtlingsrecht und Menschenrechte eine gemeinsame Veranstaltung abhalten, bei der sowohl Praktika als auch ein begleitendes Tutorium zur Betreuung des Studierenden angeboten werden. Die „Refugee Law Clinic” ist die erste ihrer Art in Österreich und findet derzeit als Modell für ähnliche Bestrebungen in Salzburg und Wien viel Beachtung.
Es wurde die Veranstaltung „Werkstatt Predigt” prämiiert. Deren Ziel es ist, einen Raum kreativen Übens zu schaffen, in dem Studierende der Theologie ihre Rede- und Verkündungskompetenzen erfahren sowie praktizieren können.
Ausgezeichnet wurden des Weiteren die Lehrveranstaltung „Leibhaftig älter werden – Frauen bauen auf ihre Ressourcen. Eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden” in einem interdisziplinären Ansatz sowie die Lehrveranstaltung „Humor als didaktische Würze”: Eine Wahlpflichtveranstaltung für Lehramtskandidatinnen, deren Grundgedanke darin besteht, auf die Entwicklungschancen, die der Humor für den Einsatz in der Lehrerinnen/Schülerinnen-Beziehung bietet, aufmerksam zu machen.
Im Forschungspraktikum „Stadtsoziologie” werden wiederum aktuelle Probleme der Stadt Graz aufgegriffen und mit den Instrumenten der empirischen Sozialforschung untersucht.
Im Projekt „Arabische Regionalsprachen” geht es darum, die Studierenden im Sinne von verstehendem Hören zu ermutigen, sich mit tatsächlichen Sprachgegebenheiten auseinanderzusetzen.

Ansprechpartner zu den ausgesuchten Projekten:

- Refugee Law Clinic | Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Benedek DW 3413
- Humor als didaktische Würze | Ao.Univ.-Prof. Dr. Gunter Iberer DW 3638
- Werkstatt Predigt | Mag. Dr. Maria Aigner/Dr. Johann Pock DW 6152/6154
- Stadtsoziologie | Ao. Univ.-Prof. Dr. Peter Gasser-Steiner/Dr. Dieter Reicher DW 3555
- Leibhaftig Älter Werden | Ao.Univ.-Prof. Dr. Eva Rasky DW 4396
- Arabische Regionalsprachen | Dr. Dina El Zarka DW 2681