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BetreuerIn * 15.05.01

Neues Modell an der Uni Graz: Frauenförderung mit mehr Budget „belohnt”

„In vielen Bereichen der Universität Graz sind zentrale Positionen mit einem mehr als 50-prozentigen Frauenanteil besetzt”, betont Lothar Zechlin, Rektor der Uni Graz. Bei den VizerektorInnen liegt die Frauenquote bei exakt 50%. Weiters sind knapp zwei Drittel der MitarbeiterInnen der Dienstleistungseinrichtungen Frauen. Unter den Allgemein Bediensteten der Uni Graz wiederum beträgt der weibliche Anteil derzeit gar 69%, davon sind mehr als die Hälfte Akademikerinnen.

Um diesen Trend weiterhin zu unterstützen, hat die Universität Graz im Rahmen der Frauenförderung heuer erstmals ein finanzielles Anreizsystem eingerichtet. „4% des den Fakultäten – mit Ausnahme der Medizinischen Fakultät, die über einen eigenen Finanzhaushalt verfügt – zugewiesenen Budgets für ordentliche Dotationen (i.e. Gelder für den laufenden Fakultätsbetrieb) und Literatur werden auf jene drei Fakultäten aufgeteilt, die nach einem gezielten Schlüssel die Kritieren am besten erfüllt haben”, erklärt der Vizerektor für Finanzen, Franz Kappel. Errechnet werden dabei jeweils die Frauenquoten der Promovierten, der Habilitierten sowie der Berufungen, die Quoten werden auch stets in Relation zu den Absolventinnen gesetzt. Der Topf für 2001 ist mit insgesamt 1,377.800 Schilling gefüllt.

Aufgrund des Modells konnte für das Jahr 2001 folgende zusätzliche Zuweisung vorgenommen werden:
Katholisch-Theologische Fakultät: 138.595 Schilling
Geisteswissenschaftliche Fakultät: 815.266 Schilling
Rechtswissenschaftliche Fakultät: 423.939 Schilling