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Frauenförderung
an den Universitäten
Auch
wenn die Frauenanteile
unter den Studierenden und AbsolventInnen auch an der Universität
Graz explodieren, unter den MitarbeiterInnen sind Frauen noch
immer unterrepräsentiert. Das bestätigt auch eine aktuelle
Statistik des bm:bwk: Der weibliche Anteil unter den ProfessorInnen
an Österreichs Universitäten beträgt sieben Prozent.
Nachhaltige Strategien zur Förderung wurden vom 28. Februar
bis zum 2. März 2001 bei der 6. österreichischen Wissenschafterinnentagung
in Graz zum Thema Frauenförderung=Hochschulreform
erörtert.
Frauenförderung an den Universitäten kann nur dann
erfolgreich sein, wenn ökonomische Anreize mit inneren Entwicklungen
verschmelzen, hielt Ada Pellert, Vizerektorin der Uni Graz
für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung der
Podiumsdiskussion am 2. März 2001 im Rahmen der Tagung
fest. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Perspektiven
der Frauenförderung und welchen Beitrag die noch überwiegend
männlichen Führungskräfte dazu leisten können.
Karin Wilhelm, Dekanin für Architektur an der TU Graz, ortete
nach wie vor männerbündlerische Organisationsformen
und forderte die Frauen zur Stärkung der persönlichen
Netzwerke auf: Es ist enorm wichtig, diese Beziehungen institutionell
durchzusetzen.
Führungskräfte müssten sich ihrer Position und Aufgaben
bewusst sein, so Lothar Zechlin, Rektor der Uni Graz. Zechlin sprach
sich gegen die staatliche Regulierung aus, welche die Entwicklung
an den Universitäten hemme. Auch jene der Frauen. So konnte
Frauenförderung als Indikator für die leistungsorientierte
Budgetzuweisung bislang nur ansatzweise verwirklicht werden. Frauen
dürfen auch nicht mit der Schaffung eines Schwerpunkts auf
Reservate abgeschoben werden. Und Günter Kern, Vizerektor
für Lehre und Studium an der TU Graz, sah etwa große
Chancen für Frauen im Bereich von Informatik und Biotechnologie.
Vizerektorin
Ada Pellert zieht Bilanz zur 6. Wissenschafterinnentagung
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