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BetreuerIn * 11.04.00

11. April 2000

Presseausendung:

Uni Graz bemüht sich um das Korpskommandogebäude


Die Karl-Franzens-Universität Graz bemüht sich seit einem halben Jahr darum, das freigewordene Gebäude des ehemaligen Korpskommandos in der Glacisstraße 39-41 für universitäre Zwecke zugewiesen zu bekommen.


Dies hätte aus funktioneller und vor allem ökonomischer Sicht mehrere entscheidende Vorteile:

  • Die Universität Graz könnte so das langjährig verfolgte Ziel erreichen, die in der Stadt verstreuten Institute der Katholisch-Theologischen Fakultät endlich zu einem gemeinsamen Standort zusammenzuführen. Dieses Anliegen wird auch von Diözesanbischof Johann Weber unterstützt. Die Konzentration der einzelnen Institute im Gebäude des Korpskommandos würde nicht nur zahlreiche Synergieeffekte und die optimale Nutzung der Ressourcen (wie z.B. der Institutsbibliotheken) durch die räumliche Nähe bringen, sondern auch die Institutsverwaltung wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Weiters wäre eine Konzentration der Institute in einem Gebäude ganz im Sinne der "Kundenfreundlichkeit" – den Studierenden gegenüber, denen der tägliche Stadtparcours erspart bleiben könnte.

  • Der Grundgedanke in der Raumplanung der Universität Graz verfolgt auch konkrete wirtschaftliche Ziele: Die Zusammenführung der Institute würde eine Reduzierung noch bestehender privater Anmietungen der Universität Graz bringen.

  • Mit dem Übertritt der Uni Graz in das Universitäts-Organisationsgesetz 1993 hat die Universität eine Vielzahl an neuen Aufgabenbereichen übernommen, die u.a. zuvor Wissenschafts-ministerium angesiedelt waren. Der dadurch bedingte verstärkte Personalaufwand bringt natürlich auch einen vergrößerten Platzbedarf mit sich. Die Universität Graz müsste eine Vielzahl von privaten Anmietungen realisieren, die letztlich für den Bundeshaushalt viel teurer sind als die Nutzung des freigewordenen Gebäudes.