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3.
Februar 2000
Presseausendung zur Inauguration von Rektor Zechlin
Lothar
Zechlin: "Biete Ministerium Modellversuch an."
Die Inaugurationsrede "Tradition und Innovation" von Univ.-Prof.
Dr. Lothar Zechlin, Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz.
Lothar
Zechlin bietet in seiner Inaugurationsrede dem Wissenschaftsministerium
einen Modellversuch mit der Universität Graz an. Zentrales
Thema der Inaugurationsrede "Tradition und Innovation" von Rektor
Lothar Zechlin ist die Universitätsentwicklung im Kontext der
gesellschaftlichen und politischen Veränderung. Die Universitäten
stehen inmitten des Spannungsfeldes "Tradition und Innovation",
das die Universitäten zwingt, sich "von der eingeübten
Konsumentenhaltung gegenüber den Politikern und
dem Staat zu verabschieden und selbst zu handeln". Zechlin
weist darauf hin, dass erhebliche Qualifikationen sowohl auf Ministeriums-
wie auch auf Universitätsebene entwickelt werden müssen,
um zu einer "wirkungsorientierten Steuerung" zu gelangen,
"die auf die erzielten Ergebnisse abstellt und zu einem System leistungsorientierter
Hoch-schulfinanzierung mit Globalhaushalten führt".
Zechlin
sieht die Aufgaben der Politik "in dem Aushandeln von strategischen
Zielsetzungen, dem Aufbau eines Controlling-Instrumentariums und
der Evaluation" denn, so Zechlin, wichtiger als die Vollrechtsfähigkeit
der Universitäten ist der Aufbau eines "modernen leistungsorientierten
Steuerungsinstrumentariums mit Globalbudget". Das ist die Voraussetzung
dafür, dass nicht einfach das "Abstoßen" der Universitäten
eingeleitet wird. Die Karl-Franzens-Universität wird deshalb
in den kommenden vier Jahren einen solchen systematischen Such-
und Lernprozess in ihren haupt-sächlichen Aufgabenbereichen,
nämlich der Lehre, der Forschung, der internationalen Hochschul-beziehungen,
der Weiterbildung und der Frauenförderung in Gang setzen und
die Normen und Prinzipien, von denen sie sich dabei leiten lässt,
in einem Leitbild festlegen."
Zechlin
bietet dem Wissenschaftsministerium an, "gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität
einen Modellversuch zum Aufbau eines solchen Instrumentariums zu
starten. Als Volluniversität mit sechs Fakultäten wäre
die Universität Graz ein passender Partner für ein derartiges
Pilotprojekt. Beide Seiten können davon profitieren!"
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