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Rektor
Zechlin lehnt Studiengebühren ab: So geht´s nicht!
Die
geplanten Studiengebühren dienen lediglich dazu, die Budgetlöcher
zu stopfen, kritisiert der Rektor der Karl-Franzens-Universität
Graz, Lothar Zechlin. Insgesamt zwei Milliarden Schilling sollen
bekanntlich die Studiengebühren bringen. Eine Milliarde
fließt in die Sanierung des Budgets. Die zweite Milliarde
wurde ohnehin den Universitäten in diesem Jahr durch Kürzungen
der Investitionsausgaben schon weggenommen. Damit ist bewiesen,
dass das Geld nicht den Unis zugute kommt und dem ganzen Konzept
ein bildungspolitischer Ansatz fehlt", rechnet Zechlin vor.
Die
am 19. September bekannt gemachte Einführung sei überfallartig"
passiert. Hochschulpolitik müsse unabdingbar mit den Universitäten
abgesprochen werden und kõnne nicht im Alleingang seitens der Regierung
geschehen. So geht`s nicht!", ärgert sich Zechlin.
Weiters
fehle in den Plänen 5000 Schilling pro Semester
jede soziale Komponente. Die in Aussicht gestellte Ausweitung von
Stipendien in Form eines Darlehenssystems hält Zechlin nicht
für zweckmäßig: Das bedeutet, dass zukünftige
Absolventen mit hohen Schuldenlasten ins Berufsleben einsteigen.
Denn wer sagt, dass die Absolventen einmal viel verdienen, um das
zurückzubezahlen." Die angekündigten Proteste der Grazer
StudentInnen hält der Rektor für gerechtfertigt: Die
Studierenden haben meine volle Unterstützung."

Rektor
Lothar Zechlin unterstrich bei der Protestaktion der Studierenden
vor dem Uni-Hauptgebäude am 20.September die Kritik an den Studiengebühren:
Das ist eine eindeutige Verschlechterung. Man kann darüber
nachdenken, wenn ein starkes Stipendiensystem eingeführt wird.
Das ist aber nicht in Sicht." Und an die Studenten gerichtet:
Sie werden den Diskurs darüber jetzt erzwingen."
Zechlin
marschierte an vorderster Front beim Protestmarsch mit mehr als 1000
Demonstrierenden zum Grazer Hauptplatz mit.
Fotos:
Ausseninstitut
Weitere
Fotos von der Demonstration
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