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Sparbudget für Uni Graz: Kürzungen im Lehr- und
Studienbetrieb
Der
Studienbetrieb wird nicht zusammenbrechen, aber ohne Kürzungen
wird´s nicht gehen, befürchtet Franz Kappel, Vizerektor
für Finanzen, nach den frustrierenden, gerade zweistündigen
Verhandlungen im Wissenschaftsministerium in Wien. Obwohl
wir einen überaus maßvollen Antrag gestellt haben.
Unter Strich fällt das Budget 2001 für die Universität
Graz mit knapp 2.127 Millionen Schilling davon 812 Millionen
für die medizinische Fakultät nur geringfügig
höher als im Vorjahr (2.020 Millionen) aus. Alarm schlägt
Kappel vor allem im Personalbereich der Universität: Das
zugewiesene Plus in der Höhe von zehn Millionen Schilling wird
zur Gänze mit Gehaltserhöhungen abgedeckt, für die
sogenannten Biennalsprünge klafft ein Loch von 12 Millionen.
Und da ohnehin bereits zahlreiche Stellen lange unbesetzt sind,
der Großteil fix gebunden ist, bleibt kein Spielraum mehr.
Für den Wegfall der Prüfungstaxen, die bekanntlich durch
die Universität vergebene Leistungsprämien ersetzt werden
sollen, fehle jegliche Budgetanpassung. So können wir
keine Prämien vergeben, stellt Kappel klar.
Zusätzlich werden sich Engpässe im Lehrbetrieb verschärfen,
da beantragte Projekte zur Verbesserung seitens des Ministeriums
völlig ignoriert wurden und das Budget für die Betriebsaufwendungen
der Lehre stagniert. Vom Tisch gewischt wurden etwa die Erhöhung
der Energieabgabe, die Umstellungen für EURO und die erheblichen
Verwaltungskosten für die Einhebung der Studiengebühren.
Etikettenschwindel wird bei den Studiengebühren begangen,
kritisiert Kappel. Denn die an der Uni Graz eingezahlten Gebühren
fließen in einen zentralen Topf im Ministerium, aus dem eine
Kommission einzelne Projekte finanziert. In dasselbe Horn stößt
Rektor Lothar Zechlin: Die Einnahmen aus den Studiengebühren
müsse in den Universitäten selbst unter Beteiligung der
Studierenden verplant werden. Die Rezentralisierung dieser Entscheidungen
im Ministerium passt nicht zu der Politik der erweiterten Autonomie
der Universitäten. Sie belastet diese Politik umso mehr, als
nunmehr reale Kürzungen unseres Budgets hinzukommen.
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Vizerektor
Franz Kappel
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Rektor
Lothar Zechlin |
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Fotos:
Gasser
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