Vorträge / Tagungen / Archiv

 

Vorträge


Filmpräsentation mit Diskussion

Erzählte (Roma-)Geschichte
Präsentation der ZeitzeugInnendokumentation „Amari Historija – Burgenländer erzählen“

Die Auseinandersetzung mit Verfolgung und Terror in der NS-Zeit ist vielfach auf Wissen und Erfahrung von ZeitzeugInnen angewiesen. Mangelnde Archivquellen sowie eine bewusste Verschleierung während und nach der NS-Herrschaft ließen das Leid einzelner Gruppen und Menschen über Jahrzehnte im Dunkeln. Mit der Oral History, der bewussten und systematischen Beschäftigung mit ZeitzeugInnen, gerieten deren Leidenserfahrungen in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

2009 präsentierte der burgenländische Verein Roma-Service eine Edition von Interviews mit den letzten Holocaust-Überlebenden und deren Nachkommen (Mri Historija). Im Folgeprojekt wurden nun BurgenländerInnen mit unterschiedlichen religiösen, sprachlichen und sozialen Zugehörigkeiten gebeten, ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Überblick über die Vielfalt der Erfahrungen im Burgenland des 20. Jahrhunderts, der über den Gegensatz zwischen Diskriminierung und Toleranz hinausgeht.

 

Di. 15.5.2012, 19.00 Uhr
Vorklinik, Hörsaal C (HS 06.03)

Eine Veranstaltung des Instituts für Geschichte (Zeitgeschichte) der Universität Graz in Kooperation mit _erinnern.at_, Clio, Roma Service, [spi:k] Sprache, Identität, Kultur und dem Centrum für Jüdische Studien

Einladung


Vortrag

Das Engagement der Juden in Europa gegen den entstehenden Antisemitismus.
Strategien des europäisch-jüdischen Abwehrkampfes (1879-1914)

Prof. Dr. Ulrich Wyrwa
(Kurt-David-Brühl-Gastprofessor für Jüdische Studien)

Freitag 1. Juni 2012, 13.00 Uhr
Hauptgebäude der Universität Graz
SZ 01.18, Universitätsplatz 3/1.OG, 8010 Graz

Einladung

 


Tagungen/Workshops


 

Tagung

Nicht nur Bildung, nicht nur Bürger: Juden in der Populärkultur

Das Thema Juden und Populärkultur hat im deutschsprachigen Raum bislang kaum Beachtung gefunden. Dies mag u. a. darauf zurückzuführen sein, dass die ausgeprägte Fokussierung der Forschung auf bürgerliche Juden bzw Juden im Bürgertum und dessen kulturelle Praktiken eine Beschäftigung mit massen- und populärkulturellen Artikulationen nicht gerade nahe legte. Zudem wurde die Geschichtsschreibung lange Zeit von der impliziten Vorstellung geleitet, besondere (hoch-)kulturelle Leistungen von Juden benennen und damit den jüdischen ‚Beitrag’ zum kulturellen Profil der Gesamtgesellschaft aufzeigen zu müssen. Beispielgebend dafür sind die Studien über Juden im Wiener Fin-de-Siècle oder im Berlin der Weimarer Republik.
Eine Beschäftigung mit der Massen- und Populärkultur, der ja ein subversives Element innewohnen kann und die dazu tendiert, gesellschaftliche Konstellationen zu hinterfragen sowie hochkulturelle Übereinkünfte zu erodieren, ermöglicht somit eine Erweiterung oder vielleicht auch Modifizierung bestimmter festgefahrener Bilder von „Jüdischer Kultur“ in der Moderne.
Die Konferenz Juden und Populärkultur will die Aufmerksamkeit von KulturwissenschaftlerInnen auf diese vernachlässigte Thematik lenken. ForscherInnen soll die Möglichkeit geben werden, ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen sowie neue methodische Ansätze zu erörtern. Das Thema ist bewusst breit gefasst und inkludiert sowohl jüdische Populärkultur wie auch Juden in der allgemeinen Populärkultur.

Wir laden Sie ein, bis zum 15. 01. 2011 elektronisch Vorschläge für Referate einzureichen an:
klaus.hoedl@uni-graz.at


Kontakt:
Klaus Hödl
Centrum für Jüdische Studien, Universiät Graz, Attemsgasse 8, A-8010 Graz

klaus.hoedl@uni-graz.at

Eine Kooperationsveranstaltung von:

Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts;Centrum für Jüdische Studien Graz; Institut für die Geschichte der deutschen Juden Berlin

Ort: 29.05.2011-30.05.2011, Jüdisches Museum Berlin

 

Archiv


Symposion

„Rationale Durchleuchtung“. Harald Kaufmann (1927 – 1970): Musik, Kritik, „Jüdischer Geist“

Centrum für Jüdische Studien, Karl-Franzens-Universität Graz (Österreich)
Institut für Musikästhetik, Kunstuniversität Graz (Österreich)

Palais Meran, Leonhardstr. 15, A-8010 Graz, Florentinersaal

Mi. 20. – Do. 21. Oktober 2010

Harald Kaufmann (1927 – 1970): Musik, Kritik, „Jüdischer Geist“

„Die rationale Durchleuchtung und Verzahnung der ästhetischen Bezirke, die auf allen Fronten ihre Naivität verloren haben, geht unter dem Zeichen eines qualvoll-hoffenden Seufzers auf eine neue Freiheit vor sich“, schrieb Harald Kaufmann 1958 in einem Essay über Luigi Dallapiccolas Prigionero. Vierzig Jahre nach dem frühen Tod des bedeutenden Grazer Wissenschaftlers und Kritikers mag „rationale Durchleuchtung“ nicht minder nötig und die Diagnose, dass sie schmerzen kann, unvermindert aktuell sein. Das Symposion wird sich zwei großen Themen Kaufmanns widmen, zwischen denen der Begriff der Kritik vermittelt: einerseits der Musik und ihrer Analyse, andererseits dem „Jüdischen“ in den intellektuellen Kulturen Europas. Dem ersten Thema gelten ja vorwiegend Kaufmanns publizierte Essays, die nie ganz in Vergessenheit gerieten. Was sie uns noch oder wieder zu sagen haben, wird Gegenstand des ersten Symposionstages sein. Der andere Schwerpunkt des Symposions ist im Zusammenhang mit Kaufmann gänzlich unbekannt geblieben, da der Autor seine großangelegte Studie Geist aus dem Ghetto unveröffentlicht ließ. Am zweiten Symposionstag wird diese Arbeit vorgestellt und in den Zusammenhang des öffentlichen Redens und Schweigens über das Judentum im Österreich und Deutschland der 1950er und 1960er Jahre gestellt werden.

 

Informationen zum Symposion: Maria Klinger, Institutsreferentin des Instituts für Musikästhetik, Tel. +43 316 389-3140, e-mail maria.klinger@kug.ac.at


Raum:Konzepte in den Künsten, Kultur- und Naturwissenschaften

Interuniversitäres Symposium Graz,

8. bis 10. November 2010

Centrum für Jüdische Studien/Zentrum für Kulturwissenschaften der Universität Graz

Konzeption: Dr. Petra Ernst, Dr. Alexandra Strohmaier

Im Zuge des so genannten spatial turn in den Kulturwissenschaften zeichnet sich derzeit eine Konjunktur der Kategorie Raum ab, die allerdings in Anbetracht der Entdeckungen und Entwicklungen in den Naturwissenschaften im 20. Jahrhundert – zumindest retrospektiv betrachtet – unvermeidlich scheint. In den Natur- und Technikwissenschaften hingegen beherrschen Raum/Räume sowohl als ontologische, physikalische, real (ver)messbare, aber auch als konstruktivistische Parameter wissenschaftliche Praxis in unvergleichlich höherem Ausmaß. Möglicherweise war und ist die zögerliche Annäherung an den Raum-Begriff seitens der Kulturwissenschaften durch die mit der vermeintlich offenkundigen Materialität von Raum zusammenhängenden Befu¨rchtung verbunden, positivistische Denkmodelle und Konzepte zu fördern. Dass in diesem Zusammenhang auch politische Ängste zum Tragen kommen, verwundert angesichts der historischen Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert kaum. Nichtsdestoweniger kann sich heute wohl kaum eine Wissenschaftsdisziplin der Auseinandersetzung mit der Kategorie Raum entziehen.
Gleiches gilt für die verschiedenen Ku¨nste: Theater bzw. alle Formen der Performing Arts, bildende Kunst, Architektur, aber auch Musik und Literatur. Raum fungiert dabei unter anderem als konkretes Untersuchungsobjekt, als Vorlage fu¨r theoretische Modelle oder als Faktor in ku¨nstlerischen Produktionen. Jenseits konkreter physikalischer und geographischer Räume entstehen auch virtuelle, materielle, soziale und symbolische Räume – zum Beispiel in künstlerischer Praxis und in alltäglichen, nichtreflektierten Prozessen.
Mit diesem Symposium wird ein Dialog in Gang gesetzt, der nicht nur innerhalb der Kultur- und Geisteswissenschaften disziplinäre Grenzen u¨berschreiten soll. Die Veranstaltung ist durch den Wunsch und das Ziel motiviert, u¨ber das gemeinsame Gespräch zwischen Ku¨nstlerInnen, Natur- und KulturwissenschaftlerInnen die je eigenen disziplinären Vorstellungen zu überprüfen, zu hinterfragen, zu erweitern. Damit sollen fachspezifische Ansätze auf ihre interdisziplinäre Anschlussfähigkeit hin ausgelotet und produktive Schnittstellen zwischen den Forschungs-feldern sichtbar gemacht werden.
Als Formate werden wissenschaftliche Vorträge, künstlerische Präsentationen und Diskussionen in Workshop-Form stattfinden. Der Zeitrahmen beträgt 45 Minuten pro Beitrag, wobei es den ReferentInnen selbst überlassen wird, wie lange sie innerhalb dieses Zeitrahmens jeweils sprechen, etwas präsentieren, demonstrieren und/oder diskutieren wollen.

Eine (multimediale) Dokumentation der Veranstaltung ist vorgesehen.

Programm:

www.uni-graz.at/raeume


trans-lation, trans-nation, trans-formation:
Judentum und (kulturelle) Übersetzung


Internationaler Workshop des Centrums für Jüdische Studien

Karl-Franzens-Universität Graz, 29. bis 31. Juli 2008

Programm

TeilnehmerInnen


NS-Herrschaft in der Steiermark

28. bis 30. Jänner 2009

stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, A-8010 Graz
Universität Graz, Resowi-Zentrum, Universitätsstraße 15, A-8010 Graz (SZ 15.21, Bauteil A/II)

 

Nach Jahren der vielfältigen Ausdifferenzierung der NS-Forschung mit Themen wie Widerstand, Lagersysteme, Judenverfolgung, Euthanasie, Machteliten, … richtet sich das Augenmerk der Geschichtswissenschaften in letzter Zeit vermehrt auf die Zusammenschau und interpretative Analyse des Nationalsozialismus. Fragen nach der Funktionsweise nationalsozialistischer Herrschaft führ(t)en zu Befunden der „Zustimmungsdiktatur“ oder dem Konzept von „Hitlers Volksstaat“. Der Blick auf individuelle wie auch kollektive Handlungsweisen der „einfachen“ „VolksgenossInnen“ in Verschränkung mit den Themenbereichen Terror, Verfolgung und Widerstand brachte ein tieferes Verständnis der NS-Herrschaft und ihrer Wirkmacht und legte die Verschränktheit der verschiedensten Handlungsfelder der Menschen offen. Im Verständnis, wonach die Persistenz der NS-Herrschaft nur durch soziale Praxis der Menschen erklärbar wird, werden somit vielfältigste Aspekte diktatorischer Herrschaft relevant.
Die Tagung „NS-Herrschaft in der Steiermark“ fühlt sich dieser Zugangsweise verpflichtet und geht unter der Prämisse der steten Wechselwirkungen und der immanenten Verschränktheit von Terror und Zustimmung, Verfolgung und Widerstand, vielfältigen Bereichen der NS-Herrschaft in der Steiermark nach.

Veranstaltet von:
Centrum für Jüdische Studien
CLIO. Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Institut für Geschichte (Abteilung Zeitgeschichte)
Ludwig Boltzmann Institut für Gesellschafts- und Kulturgeschichte

Inhaltliche Konzeption:
Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Ursula Mindler

Tagungsorganisation:
Centrum für Jüdische Studien, Attemsgasse 8, A-8010 Graz,
Johannes Steiner, Tel.: 0699/11016029 Fax: 0316/380-698073
Email: johannes.steiner@uni-graz.at

Tagungsprogramm


Diskurs – Performanz – Medialität im Kontext Jüdischer Studien

Tagung gemeinsam mit dem Historischen Seminar der Universität Basel

1. - 4- Juni 2008 in Graz

zum CfP

zum Tagungsprogramm

Informationen unter:
cjs.graz@uni-graz.at

 


Jewish Spaces.
Die Kategorie Raum im Kontext kultureller Identitätenl“

Tagung des Centrums für Jüdische Studien
22.-24. April 2007
Universität Graz

Call for Paper
Tagungsprogramm


„Konzeptionen des Jüdischen - kollektive Entwürfe im Wandel“
Tagung des Centrums für Jüdische Studien
6. - 8. November 2005
Universität Graz

Call for Paper
Tagungsprogramm


Jüdische Gedächtnisorte - Austausch und Interaktion

Tagung des Centrums für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz
14.-16. November 2004


Der "virtuelle Jude" - Konstruktionen des Jüdischen

Tagung des Centrums für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz
9.-11. November 2003


 

"Historisches Bewußtsein im jüdischen Kontext"

Tagung des Centrums für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz
10.-12. November 2002


 

Jüdische Studien - Aufgaben und Möglichkeiten einer jungen Disziplin.

1. Workshop des Centrums für jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz
25. - 27. November 2001


 

Vorträge

„Das Frauenorchester von Auschwitz“

Anita Lasker-Wallfisch präsentiert ihre Erinnerungen

In den Jahren 1943/44 gab es im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ein Frauenorchester, das sich aus Profi- und Laienmusikerinnen aus Deutschland, Frankreich, Polen und andere europäische Länder zusammensetzte. Eine von ihnen war Anita Lasker-Wallfisch, die heute als Cellistin im Londoner English Chamber Orchestra spielt. Lange Zeit hatte sie ihre Geschichte nicht einmal ihren Kindern erzählt, bis sie sich dazu entschloss, ihre Erlebnisse für sie aufzuschreiben. Diese Niederschrift wurde als Buch „Ihr sollt die Wahrheit erben“ veröffentlicht, die ein eindrucksvolles Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals im 20. Jahrhundert und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocaust ist.
“Wir gaben Konzerte, ob man es glaubt oder nicht, an Sonntagen, manchmal im Freien zwischen Lager A und B oder im Revier. Außerdem mussten wir immer bereit sein, etwas zu spielen, wenn SS-Leute in unseren Block kamen. Sie kamen meistens um sich von den „Strapazen“ zu erholen, bei denen sie entschieden, wer leben und wer sterben sollte. Bei einer solchen Gelegenheit spielte ich die Träumerei von Schumann für Dr. Mengele, dem berüchtigten Lagerarzt….“
Anita Lasker-Wallfisch, Zeitzeugin und Orchestermitglied

Anita Lasker-Wallfisch (London, GB)

Montag, 12. März 2012, 19.00 Uhr
Festsaal des Meerscheinschlosses der Universität Graz, Mozartgasse 3

Eine Veranstaltung des Centrums für Jüdische Studien der Universität Graz mit Clio und erinnern.at

Einladung


Das Centrum für Jüdische Studien der
Karl-Franzens-Universität Graz und
Clio. Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit

laden ein zur Buchpräsentation


Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Ursula Mindler (Hgg.),
NS-Herrschaft in der Steiermark.
Positionen und Diskurse


Donnerstag 15. März 2012, 18.30 Uhr
Steiermärkisches Landesarchiv, Wartingersaal
Karmeliterplatz 3, 8010 Graz

Einladung


Vortrag


Jüdischer Fußball in Wien: Zwischen Transnationalität und lokalen Codierungen des „Jüdischen“

Jakob Rosenberg / Georg Spitaler

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bot der dezidiert moderne Fußballsport Jugendlichen und Männern aus jüdischen Familien in Wien Partizipationsmöglichkeiten mit relativ niedrigen Zugangsschranken – als Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans oder Journalisten. Der Wiener Fußball kann, analog zu anderen politischen oder hochkulturellen Praxen, als Projekt jüdischer Emanzipation verstanden werden.
In den sozialen und kulturellen Zuschreibungen des Wiener Fußballs bildete sich nach 1918 eine doppelte Codierung heraus – auf der einen Seite die proletarische und „bodenständige“ Vorstadt (Vereine wie Rapid oder die Floridsdorfer Admira), auf der anderen Seite die City und das Caféhaus, die als „jüdisch“ identifiziert wurden und zu der Vereine wie der zionistische SC Hakoah oder der Wiener Amateur-Sportverein (ab 1926: Wiener Austria) zählten. Anders als es die populäre Erinnerung nahe legt, gehörten aber auch bei „Vorstadtklubs“ jüdische Funktionäre und teilweise Spieler zu den wichtigen Stützen.
Der Vortrag widmet sich zunächst dem SC Hakoah, als prominentestem jüdischen Sportverein der Zwischenkriegszeit, und zeichnet am Beispiel der ersten Profi-Meistermannschaft von 1924/25 die Lebenswege und Schicksale der Spieler und Funktionäre der Hakoah-Fußballsektion der 1920er und 1930er Jahre nach, die auch nach 1938 stark von den transnationalen Netzwerken des mitteleuropäischen Donaufußballs geprägt waren.
Im zweiten Teil behandeln wir anhand des „Arbeiterklubs“ Rapid das widersprüchliche Nebeneinander von kulturellen Codierungen des „Jüdischen“ und realen Handelnden, die mit bestimmten Zuschreibungen und stereotypen Bildern umgehen mussten: Am Beispiel der beiden aus jüdischen Familien stammenden Funktionäre Ing. Hans Fischer (geb. 1882, Präsident des Sportklub Rapid 1925-1928) und Leo Schidrowitz (1894-1956, Journalist, Publizist, ab 1923 Funktionär bei Rapid, später „Propagandareferent“ des Österreichischen Fußballbundes), behandeln wir deren „Engagement with Jewishness“ (Maderthaner/Silverman). Danach werden die vergangenheitspolitischen Strategien nachgezeichnet, die spätestens ab 1938 und später in der Zweiten Republik dazu führten, dass die Erinnerung an jüdische Spieler und Funktionäre bei zahlreichen Wiener Fußballklubs ausgelöscht wurde. Abschließend wird danach gefragt, welche Rolle Codierungen des „Jüdischen“ heute im Wiener Fußball spielen.
Wir stützen uns dabei auf Recherchen, die im Rahmen zweier Projekte zum Schicksal der Meistermannschaft der Hakoah von 1924/25 bzw. der Geschichte des Sportklub Rapid in den Jahren 1938-45 erhoben wurden.


Jakob Rosenberg ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und Chefredakteur des Fußballmagazins ballesterer. Forschungsschwerpunkte:
Sportpolitik und -geschichte, Nationalsozialismus, materialistische Staatstheorie, Geschichte Italiens.

Georg Spitaler ist Assistent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und Redakteur des Fußballmagazins ballesterer.
Forschungsschwerpunkte: Sport und Politik, Fußballgeschichte, Cultural Studies, Politische Kulturforschung, politische Theorie.

 

27. März 2012, 11.45

SR 39.41, Attemsgasse 8, 8010 Graz


Jewish Humor in Fin-de-Siècle Budapest

lecture by
Mary Gluck
(Brown University/IFK Vienna)

Jewish jokes were the lingua franca of Budapest culture, propagated not only by word of mouth, but also through commercial media such as music halls, cabarets and humor magazines. Historians have argued that the public performance of Jewish identity through self-parody was a form of self-hatred triggered by anti-Semitism. The lecture will engage with this question and suggest that humor was also a means for creating Jewish secular identities in the context of urban modernity.

Tuesday, 10th January 2012
3.15pm
SR 39.41
Attemgasse 8/DG

Mary Gluck is Professor of History and Comparative Literature at Brown University and IFK_Senior Fellow. Her areas of specialization are European intellectual and cultural history, Central European Jewish history, modernism and urban culture.
Publications (among others): Popular Bohemia: Modernism and Urban Culture in Nineteenth-Century Paris, Cambridge MA, 2005; Georg Lukacs and His Generation, London 1985.

Einladung


Centrum für Jüdische Studien und
Institut für Geschichte
laden zur Buchpräsentation

Börries Kuzmany

Brody
Eine galizische Grenzstadt im langen 19. Jahrhundert


am Mittwoch, 25. Jänner 2012, 18.00 Uhr
Bibliothek für Südosteuropäische Geschichte
Mozartgasse 3, Nordtrakt, Parterre

Einladung

 

Centrum für Jüdische Studien
lädt zur Buchpräsentation ein:

- Ursula Mindler, Grenz-Setzungen im Zusammenleben. Verortungen jüdischer Geschichte in der ungarischen/österreichischen Provinz am Beispiel Oberwart/Felsöör
(Schriften des Centrums für Jüdische Studien 20), Innsbruck-Wien-Bozen 2011

- Evelyn Adunka / Gerald Lamprecht / Georg Traska (Hg.), Jüdisches Vereinswesen in Österreich im 19. und 20. Jahrhundert
(Schriften des Centrums für Jüdische Studien 18), Innsbruck-Wien-Bozen 2011

- transversal. Zeitschrift für Jüdische Studien 1-2 2011


am Mittwoch, 14.12.2011, 12.00 Uhr
SR 39.41 (Attemsgasse 8/DG)

Einladung


Das Center for Inter-American Studies lädt in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz,
dem Afro-Asiatischen Institut und der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft herzlich ein zur

Buchpräsentation

mit den Herausgeberinnen Margit Reiter und Helga Embacher

Europa und der 11. September 2001

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 18:00
Studiersaal des Afro-Asiatischen Instituts
Leechgasse 22, 8010 Graz

Einladung


 

Jüdisches Leben im Aichfeld im 19./20. Jahrhundert
Aufschwung und Zerstörung

Exkursion

Nach der Aufhebung des Aufenthaltsverbots von Juden in der Steiermark ließen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Judenburg, Obdach, Fohnsdorf, Zeltweg und Knittelfeld jüdische Familien wieder nieder. In Judenburg und Knittelfeld schufen sie kleine Kultusgemeinschaften, die neben einem Gebetsraum auch Friedhöfe anlegten. Viele wurden von den Nationalsozialisten vertrieben bzw. ermordet und die Kultusstätten zerstört. Nach 1945 kamen nur mehr wenige zurück.
Eine Spurensuche führt uns zu den beiden Friedhöfen in Knittelfeld und Judenburg/Fohnsdorf sowie durch das „jüdische“ Judenburg. Zudem gibt es eine Kuratorenführung durch die Ausstellung unSICHTBAR.

Dr. Heimo Halbrainer, Dr. Gerald Lamprecht, Dr. Michael Schiestl
Sonntag, 6. November 2011, 9.00 bis 16.00 Uhr

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldung bis 4.11. erforderlich unter: Tel. 0676 64 85 414 oder heimo.halbrainer@clio-graz.net (Abfahrt in Graz, 9.00 Uhr: Unkostenbeitrag, usw. wird nach Anmeldung bekannt gegeben)

Eine Veranstaltung von CLIO, dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz, Stadtmuseum Judenburg und erinnern.at


 

Buchpräsentation

Evelyn Adunka, Gerald Lamprecht, Georg Traska (Hg.):
Jüdisches Vereinswesen in Österreich im 19. und 20. Jahrhundert ( Schriften des Centrums für jüdische Studien, Band 18), Studienverlag 2011

am 7.11.2011 um 19.30 Uhr
im Festsaal der B’nai B’rith Zwi Perez Chajes-Loge
in der Taubstummengasse 17, 1040 Wien

Programm

 

In Kooperation mit dem ORF Studio Steiermark
laden ein
Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens Universität
Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Politische Bildung an AHS

Vorführung und Diskussion des Dokumentarfilms

Defamation

a Yoav Shamir Film

Der israelische Regisseur Yoav Shamir beabsichtigt, einen Film über die zeitgenössischen Manifestationen des Antisemitismus zu machen. Er begibt sich auf eine Reise, um einem sensiblen und belasteten Thema auf den Grund zu gehen: Was bedeutet Antisemitismus heute, zwei Generationen nach dem Holocaust? Shamir sucht nach den modernen Erscheinungsformen des „ältesten Hasses“ und findet einige alarmierende Antworten auf diese Frage, erlebt aber auch problematische Momente, die Fragen nach der Instrumentalisierung von Geschichte aufwerfen. Der Regisseur wählt einen persönlichen Zugang zum Thema und gibt intime Einblicke, wie Juden weltweit mit der Angst vor Antisemitismus umgehen. Shamir trifft die Galionsfigur des Kampfs gegen den Antisemitismus, Abraham Foxman von der Anti Defamation League, aber auch umstrittene Männer wie Norman Finkelstein ("Die Holocaust-Industrie") und John Mearsheimer und Stephen Walt ("Die Israel-Lobby") und er begleitet eine Schulklasse aus Haifa auf ihrer Klassenfahrt nach Ausschwitz.
Moderation: Jewish Saloon, Wien

Montag, 10. Oktober, 19.00 Uhr
ORF-Studio Steiermark

Freier Eintritt


Vernunft und Offenbarung
Jüdisches Denken im 20. Jahrhundert


Vortrag von Thomas Meyer (Kurt-David-Brühl-Gastprofessor für Jüdische Studien Graz/München)

Der Vortrag nimmt eine seit der Antike die Philosophie und Theologie maßgeblich prägende Begriffspaarung auf. Vernunft und Offenbarung erscheinen mal als Antagonisten, dann als einander ergänzende Denkfiguren, schließlich bilden sie die Achse, entlang derer die Historie der beiden Disziplinen sich ausbilden. Entscheidende Veränderungen erfährt das Verhältnis dann nach dem Zusammenbruch der mittelalterlichen "Ordo" bei Spinoza und der Aufklärung. Im 20. Jahrhundert werden die Debatten bilanzierend wieder aufgenommen. Der Vortrag möchte das jüdische Denken im 20. Jahrhundert vor diesem Hintergrund rekonstruieren, und somit wird eine bislang wenig beachtete Geschichte, mit vielfach unterschätzten Protagonisten, zu erzählen sein.

Dienstag 17. Mai 2011, 19.00 Uhr
SR 39.01, Attemsgasse 8/EG, 8010 Graz


“They ain't makin Jews like Jesus anymore”

Theodore Albrecht (Kent State University)

Dienstag 24. Mai 2011
15.00 Uhr SR 39.41 Attemsgasse 8/DG


Jews and Muslims: The Historical Encounter

Norman Stillmann (University of Oklahoma, Allianz Gastprofessuren für Islamische und Jüdische Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität München)


Donnerstag 26. Mai 2011
19.30 AR 09.34, Heinrichstraße 26

In Kooperation mit der Grazer Morgenländische Gesellschaft


Zwischen Vielvölkerreich und Nationalstaat. Das galizische Judentum zwischen 1880 und 1920. Dorothea Faes (Budapest/Wien),Der Vortrag bietet eine Analyse von Lebenserinnerungen galizischer Jüdinnen und Juden. Im Mittelpunkt der Thematik steht die Mythisierung der Habsburgermonarchie und im Besonderen der Person Kaiser Franz Josephs I. in individuellen Erinnerungen und deren Bedeutung, die dem Kollektiv jüdische Bevölkerung zugemessen wird.
Durch die traumatischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs, in dem für die jüdische Bevölkerung Galiziens vor allem Flucht und Vertreibung eine wesentliche Rolle spielen, und die neuen geopolitischen Grenzen nach dem Zusammenbruch der Monarchie bildet die Mythisierung des Vielvölkerreiches eine wesentliche Funktion der Bewältigungsarbeit innerhalb der Erinnerungs- und Gedächtnisformierung. In den Erinnerungen wurde dabei ein nostalgisches Bild des Kaisers und der Dynastie mit gesellschaftlichen Errungenschaften für der jüdische Bevölkerung (Toleranzpatent 1782, Revolution 1848, Ausgleich Österreich-Ungarn 1867) verknüpft. Dies hat zur Folge, dass das Kaiserhaus persönlich als Garant für die jüdische Emanzipation stilisiert wird.23.3.2011, 19.00 Uhr
SR 39.01, Attemsgasse 8/EG, 8010 Graz


Leaping Lizards Max: Kafka Asks Brod Asks Kraus Asks Heine a Jewish QuestionJay Geller (Vanderbilt University, Nashville)In a diary entry written some time between 26 March and 27 May 1911, Franz Kafka appears to take his friend Max Brod’s new novel Die Jüdinnen to task for failing to offer or even conjecture about a possible solution to the Jewish Question. Kafka suggests that recognition of a self-confident Jewishness drawn up “to its full height” required the narrative inclusion of a non-Jewish observer. Had Brod’s novel included such a character, one with whom its Gentile readers could identify, they would have been able to engage its Jewish characters with immense delight, like that aroused in “us on a footpath in Italy” by the “convulsive starting up of a lizard [Eidechse] under our feet.” This little survivor of Kafka's desired bonfire of his vanities, which his executor Brod aborted, has recently gotten itself caught up in the Kafkaesque maelstrom of Middle East cultural politics. It was invoked—albeit somewhat inexactly—in a major lecture by the philosopher, hate-speech analyst, and self-identified Jew Judith Butler that was sponsored by the London Review of Books and then reprinted in the journal’s 3 March issue. The title of her talk was “Who Owns Kafka?” and it was occasioned by a trial about to be held in an Israeli court over the rival claims of several boxes of Kafka’s Nachlaß. Locating this all-but-orphan image of Kafka’s in the occasional derogatory stereotyping of Jewish practices or body parts through reptilian associations in anti-Jewish and antisemitic discourse is at best insufficient in determining either the source or motive for its use. My presentation first seeks out other encounters with Italian lizards in Kafka’s and Brod’s diaries and writings. Then I turn to anomalies in Brod’s placement of this Spring 1911 entry in his edition of Kafka’s diaries and their possible connection to the controversy aroused among Prague’s circle of Jewish-identified literati by Karl Kraus’s contemporaneous denunciation of Heinrich Heine and his purported successors, especially Alfred Kerr. They point to another “Eidechse” encountered “on foot in Italy,” one no less analogically figuring Judentum: by Heine in the opening chapters to Die Stadt Lucca in his Reisebilder. The lizard emerges as a dialectical image that mediates the Jewish literary politics of the first third of the nineteenth century with those of the first third of the twentieth.11.4.2011, 17.00 Uhr
HS 15.11, Resowi-Zentrum, 8010 Graz

„Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien“ Lesung von Martin PollackDie Freiheitsstatue: Hunderttausende ließen sich um 1900 von diesem verlockenden Bild über den Ozean locken. Damals hatte in Galizien (heute Polen und Ukraine), dem Armenhaus der Habsburger-Monarchie, eine Welle der Emigration eingesetzt. Kleinbauern, Handwerker, jüdische "Luftmenschen", sie alle suchten eine bessere Zukunft; der Kaiser von Amerika, meinten sie, werde sie nach ihrer Flucht freudig willkommen heißen. Aus dieser Hoffnung entwickelte sich rasch ein einträgliches Geschäft, an dem viele mitverdienten. Schlepper, Agenten, Menschenhändler und die Aussicht auf ein besseres Leben: Martin Pollack erzählt von Menschen, die um 1900 ihr Glück in den USA suchten.10. Mai 2011, 20.00 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz
In Kooperation mit dem Literaturhaus Graz, dem Zentrum für Amerikastudien, CLIO und _erinnern.at_Nur Kopie?
Zum Wiener Synagogenbau des 19. Jahrhunderts und seiner
Relation zum christlichen SakralbauAnn-Katrin Bäumler (Wien)
Im Rahmen des Vortrags soll die dritte und bedeutendste Phase des Synagogenbaus in Wien vorgestellt werden, die 1823 mit der Baugenehmigung des Stadttempels in der Seitenstettengasse einsetzte und mit der Zerstörung der jüdischen Gotteshäuser im Novemberpogrom 1938 gewaltsam beendet wurde. Hierbei handelt es sich um eine – nach Anzahl der Einzelbauten sowie hinsichtlich ihrer architektonischen Bedeutung und urbanistischen Positionierung – prominente Baugruppe, für die erstrangige Architekten, wie Joseph Kornhäusel, Ludwig von Förster oder Richard Neutra Entwürfe lieferten.
Einen Schwerpunkt des Vortrags bildet die Frage nach der Relation zwischen christlichem und jüdischem Sakralbau: Ausgehend von der in der Literatur bis heute verbreiteten These, nach der die Neuerungen im europäischen Synagogenbau des 19. Jahrhunderts großteils als Entlehnungen vom Kirchenbau interpretiert werden, soll dieser Aspekt – vor allem in Hinblick auf Bautypus, Stil und Einrichtungsschema – anhand einer Auswahl auch im internationalen Kontext herausragender Wiener Synagogenbauten erörtert werden.
Zeit: Mittwoch 26.1.2011, 19.00 Uhr
Ort: Synagoge Graz, David Herzog-Platz 1, 8020 Graz


In Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Graz

Flyer


Die Entstehung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert Konflikte, Kontexte, Konstellationen

Ulrich Wyrwa (Berlin)


Antisemitismus ist ein zentrales Problem in allen europäischen Gesellschaften, auch 60 Jahre nach dem Holocaust ist die Judenfeindschaft nicht vergangen. Die Frage aber, was Antisemitismus genau ist, wie er
zu bestimmen sei und in welchem Verhältnis die traditionelle Judenfeindschaft zum Antisemitismus steht, ist ein weites, zumeist unklares Feld. In dem Vortrag soll versucht werden, durch eine Betrachtung des
historischen Ortes der Entstehung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert neue Zugänge zur Bestimmung dessen zu gewinnen, was unter Antisemitismus zu verstehen ist und worin das Neue des Antisemitismus
bestand. Dabei sollen vor allem jene sozialen Konflikte, und wirtschaftlichen Umwälzungen, politischen Zusammenhänge und kulturellen Konstellationen betrachtet werden, die der Entstehung dieser neuen
Form von Judenfeindschaft zu Grunde lagen. Gerade die scheinbare Ubiquität des Phänomens Antisemitismus zwingt in besonderer Weise dazu, die jeweiligen spezifischen Erscheinungsformen von Judenfeindschaft und die besonderen historischen Kontexte in den Blick zu nehmen.

Zeit: Mittwoch 2.2.2011, 19.00 Uhr
Ort: stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, 8010 Graz


In Kooperation mit CLIO und _erinnern.at_

Flyer

Vortrag und Buchpräsentation

Ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen in Österreich 1944/45. Arbeitseinsatz – Todesmärsche – Folgen


Buchpräsentation und Gespräch mit Eleonore Lappin-Eppel

Nach der Okkupation Ungarns durch die deutsche Wehrmacht im März 1944 wurden Zehntausende ungarische Juden und Jüdinnen in das Gebiet des heutigen Österreich verschleppt. Ein Teil der Deportierten wurde in Konzentrationslagern interniert, knapp 40.000 verrichteten zwischen Juni 1944 und April 1945 Zwangsarbeit in Ostösterreich.
Das Buch befasst sich mit jenen ungarischen Juden und Jüdinnen, die nicht hinter KZ-Mauern, sondern in Industrie- und Gewerbebetrieben sowie in der Land- und Forstwirtschaft oder beim Bau des sogenannten „Südostwalls“ entlang der Grenze der Ostmark zur Slowakei und Ungarn arbeiten mussten. Die an ihnen verübten Verbrechen während des Arbeitseinsatzes sowie entlang der Marschrouten im Frühjahr 1945 fielen ebenso wie deren gerichtliche Ahndung bald dem kollektiven Vergessen anheim.

Dr. Eleonore Lappin-Eppel ist Historikerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19.00 Uhr

SR. 39.01
Attemsgasse 8


In Kooperation mir
CLIO

Flyer


Ausstellung


„So dass uns Kindern eine durchwegs christliche Umgebung geschaffen war.“
Die Heilandskirche Graz und ihre „Judenchristen“ zwischen 1880 und 1955

Ort:
Heilandskirche
Kaiser-Josef-Platz 9, 8010 Graz

Eröffnung:
12. Oktober 2010, 19.00 Uhr

13. Oktober bis 28. November 2010
Mo-So 8:00 bis 18:00 Uhr

Kontakt, Führungen:
Email: pfarramt@heilandskirche.st
Tel.: 0316 827528 DW 21

Infotext

Einladung


 

Vortrag

Theoretical and Methodological Problems of Researching Female Perpetrators.
Holocaust, Memory and Gender


lecture by

Andrea Petö
Central European University Budapest

Thursday, Oct. 28th 2010
7 pm
HS 01.22
Universitätsplatz 3, 2nd floor, Graz University


The lecture fits into the quickly developing field of perpetrator research. It is based on the analyses of testimonies of women at the people’s tribunals and press material. It aims not only to map the gendered
aspects of collaboration but also the methodological problems of using testimonies for historical research.

Prof. Dr. habil. Andrea Petö is an associate professor at the Department of Gender Studies at the Central European University in Budapest where she is teaching courses on social and cultural history of Europe.

Einladung


Vortrag:

„Ist die Herkunft zweifelsfrei?“
Zur Provenienzforschung am Universalmuseum Joanneum


Vortrag und Diskussion mit Karin Leitner-Ruhe, Gudrun Danzer und Monika Binder-Krieglstein

Ein materieller Nebeneffekt der Verfolgung und Auslöschung jüdischer Bürger durch die Nationalsozialisten war der gesetzlich geregelte Zugriff auf deren Kunstsammlungen. Bei der Beschlagnahmung von Kunstwerken ging man deswegen besonders gezielt und systematisch vor – eine Methode, von der auch öffentliche Museen profitierten, indem sie Objekte hoher Qualität aus „sichergestellten“ jüdischen Sammlungen erwarben. Die Rückerstattung dieser „Raubkunst“ nach 1945 ließ diese Gründlichkeit allerdings vermissen. Erst 1998, als zwei Gemälde von Egon Schiele aus der Wiener Sammlung Leopold in New York als Diebesgut beschlagnahmt wurden, entwickelte sich eine öffentliche Debatte zu diesem Thema und führte zum Beschluss der gesetzlichen Grundlagen für die Rückgabe („Restitution“) fraglicher Erwerbungen während der NS-Zeit.

Dr. Karin Leitner-Ruhe, Dr. Gudrun Danzer und Dr. Monika Binder-Krieglstein sind Kunsthistorikerinnen am Universalmuseum Joanneum

 

Dienstag, 16. November 2010, 19.00 Uhr
stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

In Kooperation mit CLIO


Lesung

Kontinental-Verschiebungen:
Jüdisch-argentinische Autorinnen in Diaspora und Exil

13. Oktober 2010
20.00 Uhr


Literaturhaus Graz
Elisabethstrasse 30
8010 Graz

Eine Kooperation des Center for the Study of the
Americas mit dem Literaturhaus Graz und dem
Centrum für Jüdische Studien

Moderation und Übersetzung:
Erna Pfeiffer

Folder


Mirjam Pressler
liest gemeinsam mit Buddy und Gerti Elias aus


Grüße und Küsse an alle. Die Geschichte der Familie von Anne Frank.

Mittwoch, 22. September 2010, 20.00 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30


Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljähr lich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ur-Ur-Großvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse hausieren gehen müssen; doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen; ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte.
Der letzte noch lebende Ver wandte Anne Franks, ihr Cousin Buddy Elias, wurde schließlich berühmt als Eiskunstläufer und Schauspieler. Wie durch ein Wunder haben zahllose Briefe, Dokumente und Fotos der Familie auf dem Dachboden des Hauses von Buddy Elias' Familie in der Baseler Herbst gasse überlebt und wurden dort vor einiger Zeit entdeckt – ein Sensationsfund. Mirjam Pressler hat daraus die so einzigartige wie exem plarische Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Frank zusammen ge fügt, die sich liest wie ein großer Familienroman.

„Mirjam Pressler ist eine gute Erzählerin. Sie hat aus den Unmengen Dokumenten und Briefen eine spannende, fast literarische Geschichte gemacht.“ (Katja Eßbach, NDR Info)

Mirjam Pressler
Geboren 1940 in Darmstadt, wuchs bei Pflegeeltern auf. Sie studierte in Frankfurt und München und lebt heute als freie Autorin und Übersetzerin bei München. Mirjam Pressler ist die deutsche Über setzerin des Tagebuchs der Anne Frank und hat auch eine Biographie Anne Franks veröffentlicht (Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank). Sie hat mit großem Erfolg insgesamt fast vierzig Bücher veröffentlicht und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

Gerti Elias
Geboren 1933 in der Steiermark, wuchs in Österreich auf. Ausbildung zur Schauspielerin, Engagements an großen Bühnen in Deutschland und der Schweiz; 1965 Heirat mit Buddy Elias; Ausstellun gen als Malerin; 1986 Übersiedelung nach Basel, wo sie das Antiquitätengeschäft von Leni Elias übernahm; Mitglied im Stiftungsrat des Anne-Frank-Fonds, Betreuung des Anne-Frank-Ethik-Lehrstuhls.

Buddy Elias ist ein Cousin von Anne Frank und der einzige Verwandte von ihr, der sie noch persönlich kannte. Seine Mutter Leni (Helene) Elias Frank war die Schwester von Otto Frank. Er wurde am 2. Juni 1925 geboren und bekam den Namen Bernhard. Seine Familie lebt schon seit Jahrzehnten in Basel.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Graz mit Unterstützung von CLIO und Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz.

Nähere Informationen: www.literaturhaus-graz.at/


Der Mythos vom Goldenen Zeitalter
Jüdische Geschichte in Spanien und ihre Imagination in der deutsch-jüdischen Kultur


Dr. Carsten Schapkow (University of Oklahoma, Norman)

Montag, 28. Juni 2010, 15.30 Uhr
Universität Graz, Attemsgasse 8/DG, SR 39.41


A Therapeutic Site? Holocaust Survivors and Israeli Psychiatry


Dr. Rakefet Zalashik (Heidelberg)

Montag, 14. Juni 2010, 18.30 Uhr
Universität Graz, Attemsgasse 8/EG, SR 39.01



Vergangen und vergessen
Spurensuche jüdischen Lebens in Slowenien (Exkursion)


Sonntag, 13. Juni 2010, 8.00 bis 21.00 Uhr
Treffpunkt zur Abfahrt: Hauptgebäude der Universität Graz, Halbärthgasse
Fahrtkosten: 20 Euro
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldung erforderlich unter: Tel. 0676 64 85 414 oder heimo.halbrainer@clio-graz.net
Eine Veranstaltung von Artikel-VII-Kulturverein/Pavelhaus, Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und CLIO


Die Entwicklung des jüdischen Buchhandels in der Vormoderne

PD Dr. Stefan Litt
(Jerusalem)

Die Symbiose zwischen Juden als Vertretern einer genuinen Schriftreligion und der Welt der Bücher ist selbstevident und seit langem bekannt. Die Produktion der zahlreichen frühneuzeitlichen Druckereien in Mitteleuropa ist der Gegenstand vieler Untersuchungen gewesen. Nahezu unbekannt hingegen ist das Funktionieren des Handels mit den Erzeugnissen der jüdischen bzw. hebräischen Buchpressen in jener Zeit, der grenzüberschreitend war und die Bücher zwischen Amsterdam, Prag und Lublin europaweit zirkulierte.
Auf der Basis von einigen neuen Quellenfunden nähert sich der Vortrag der praktischen Seite des jüdischen Buchhandels in der Vormoderne, ohne den die Schriften nicht in der großen räumlichen Verbreitung an die Abnehmer in den zahlreichen jüdischen Gemeinden Europas gelangt wären. Auch die Neuerungen, die mit dem Aufleben der jüdischen Aufklärung (Haskala) am Ende des 18. Jahrhunderts in den Buchmarkt einzogen, werden hier vorgestellt.


Dienstag, 8. Juni 2010, 18.00 Uhr
Attemsgasse 8/EG, SR 39.01

Eine Veranstaltung des
Centrums für Jüdische Studien in in Kooperation mit dem Institut für Geschichte (Abteilung Neuzeit)

Einladung


 

Orte des ewigen Friedens, Orte der Erinnerung
Der Israelitische Friedhof in Graz


Dr. Heimo Halbrainer (Graz)

Mittwoch, 2. Juni 2010, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Israelitischer Friedhof, Wetzelsdorferstraße 33 – Ecke Alte Poststraße
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldung erforderlich unter: Tel. 0676 64 85 414 oder heimo.halbrainer@clio-graz.net
In Kooperation mit CLIO


 

„Wirf alles ins Feuer“.
Text, Tod und Erinnerung bei Thomas Bernhard und Imre Kertész


PD Dr. Mona Körte (Kurt-David-Brühl Gastprofessorin für Jüdische Studien, Graz/Berlin)

Donnerstag, 22. April 2010, 18.30 Uhr
Synagoge Graz, David-Herzog-Platz 1, 8020 Graz
In Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Graz



„Jesus von Nazareth im Spiegel jüdischer Forschung“


Rabbiner Rektor Prof. Walter Homolka (Berlin)

Mittwoch, 28. April 2010, 18.00 Uhr
Synagoge Graz, David-Herzog-Platz 1, 8020 Graz
In Kooperation mit dem David-Herzog-Fonds der Steirischen Universitäten und der Israelitischen Kultusgemeinde Graz



Der Klang der Worte. Deutsche Sprache in Jerusalem (Film mit Diskussion)


Regisseur Gerhard Schick (Köln) diskutiert mit dem Historiker Univ.-Prof. Dieter A. Binder (Graz) und der Literaturwissenschafterin
Univ.-Prof. Dr. Beatrix Müller-Kampel (Graz)

Donnerstag, 6. Mai 2010, 18.00 Uhr
Universität Graz, Universitätsstraße 15 Bauteil A, 2. OG, SZ 15.21
In Kooperation mit CLIO



Corporal Confusion: Ambiguous Bodies in Late 19th- and Early 20th-Century Germany


Dr. Helga Thorson (University of Victoria, CA)

Donnerstag, 20. Mai 2010, 13.00 Uhr
Universität Graz, Attemsgasse 8/DG, SR 39.41


Vortrag

„Zur antijüdischen Politik im karibischen Raum
vom 16. bis ins 19. Jahrhundert“

Christian Cwik
(Universidad de Cartagena)


Der Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Verfolgung von Juden und Jüdinnen aufgrund antijüdischer und antisemitischer Politik in Iberoamerika und der Karibik. Dabei soll ausgehend vom Konflikt der spanisch-katholischen Kirche mit dem Judentum im ausgehenden Mittelalter die Gruppe jüdischer und zwangskonvertierter Christen als europäische Auswanderer von der iberischen Halbinsel dargestellt werden. Als „Ausgestoßene“ (Vertreibung, Inquisition, Code Noir) werden Juden und Neuchristen zu hilfreichen illegalen und legalen Akteuren atlantischer Expansion zwischen Afrika, Europa und den Amerikas. Neben weit verzweigten Fernhandelsnetzwerken zwischen der Carrera de Indias und europäischen Hafenstädten (v. a. Sevilla, Lissabon, Rouen, Amsterdam, London und Hamburg) traten Juden und Neuchristen, trotz rechtlicher Nachteile, als Pioniere in der Zuckerrohr-, Vanille- und Tabakindustrie in Iberoamerika und auf den atlantischen Inseln auf. Der Blick auf diese Geschichte jüdischer Diaspora eröffnet sowohl neue Kenntnisse über die Geschichte des Antisemitismus als auch über den Aufbau des spanischen, portugiesischen und niederländischen Kolonialismus vom 16. bis ins 19. Jahrhundert.

Mittwoch, 20. Jänner 2010
Zeit:18.00–19.30
Attemsgasse 8/EG SR 39.01

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center for the Study of the America
http://www.uni-graz.at/zas1www

Plakat


Vortrag mit Diskussion

Mauthausen besuchen – und dann?

Christian Angerer und Yarif Lapid (Gedenkstätte Mauthausen)



Wenn rechtsextreme Äußerungen oder Handlungen junger Menschen wieder einmal öffentliches Aufsehen erregen, wird besonders deutlich, was sich Politik, Medien und Pädagogik häufig als Gegenmaßnahme vorstellen: einen Besuch in einer Gedenkstätte, der die jungen Menschen ein für allemal von faschistischen Anwandlungen heilt.
Warum das zu kurz gedacht ist, soll am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Mauthausen besprochen werden, wo seit zwei Jahren an neuen pädagogischen Konzepten gearbeitet wird.

Dienstag, 26. Januar 2010, 19.00 Uhr
stadmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


Beide Veranstaltungen in Kooperation mit CLIO und erinnern.at


Samuel Steinherz (1857–1942)
Von Graz über Wien und Rom nach Prag.

Gerhard Oberkofler
(Historiker, Innsbruck)

Zeit: Di. 1.12.2009, 19.00 Uhr
Ort: stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

in Kooperation mit CLIO
www.clio-graz.net


Vortrag„Täter“-Forschung und die Sozialgeschichte der NS-Massengewalt
Christian Gerlach
(Universität Bern)Zeit:
Do., 5.11..2009, 19.00 Uhr
Ort:
Hörsaal B, „Vorklinik“, Universität Graz
Aufgrund der Besetzung des Hörsaals B durch Studierende wird der Vortrag in den Hösaal 12.11, Universitätsstrasse 2-4 (Heizhaus) verlegt.in Kooperation mit erinnern.at und CLIO

www.erinnern.atwww.clio-graz.net


Filmvorführung mit Diskussion„The End of the Neubacher Project“Im Anschluss an den Fil Diskussion zwischen dem Regisseur Marcus J. Carney und dem Zeithistoriker Prof. Bertrand Perz
Zeit:
Fr., 6.11.2009, 20.00 Uhr
Ort:
KIZRoyalKino, Conrad von Hötzendorfstraße 10, 8010 Graz in Kooperation mit erinnern.at und CLIO

www.erinnern.atwww.clio-graz.net


VortragWho’s the Winning?
The Historian’s Struggle Against Popular Myths
Reflections about writing the book
„Raoul Wallenberg in Budapest; Myth, History and Holocaust”
Paul Levine
(Uppsala University)


Do historians have a monopoly on historical truth? Can the historians’ methodology convince the public that what they believe about the past is often incorrect? Basing his lecture on his decades of work on Raoul Wallenberg and Swedish diplomacy in Budapest during the Holocaust, Paul Levine will reflect on the socially important and often fascinating intellectual ´clash` he has encountered between how the interested layperson understands Wallenberg, and how the historian does. Though the historian is supported by contemporary documents credibly contextualized, the public is generally
reluctant to abandon long-held beliefs, even if these are far from the historical truth.
In his lecture, Paul Levine will also discuss what it meant for him as a non-Swedish historian to write a book about the most famous Swede of the 20th century, and what this means for the historian‘s relationship with the general public.
Zeit:
Do., 15.10..2009, 19.00 Uhr
Ort:
Attemsgasse 8, SR 39.01
In Kooperation mit
dem Verein Clio

Einladung


Vortrag

History in the House of the Hangman
How Postwar Germany Became a Key Site for the
Study of Jewish History

Till van Rahden
(Université de Montréal)

Zeit:
Do., 18.6.2009, 1900 Uhr
Ort:
Attemsgasse 8/DG, SR 39.41

Einladung


Vortrag

Diskriminierte Bürger und emanzipierte „Fremdstämmige“.
Juden an deutschen, russischen und österreichischen Universitäten
im 19. Jahrhundert

Trude Maurer
((Kurt-David-Brühl-Gastprofessorin für Jüdische Studien,
Graz; Universität Göttingen)

Zeit:
Mo., 15.6.2009, 1700 Uhr
Ort:
Universitätsplatz 3, 1. OG (Hauptgebäude)
SZ 01.18

Einladung


Vortrag

Die Unvergänglichkeit des Seins
Jüdische Geschichtsschreibung als
Wiederanfangen

Asher Biemann
(University of Virginia)

Zeit:
Mi., 10.6.2009, 1800 Uhr
Ort:
Attemsgasse 8/EG, SR 39.01

Einladung


 

Gespräch und Buchpräsentation
mit

Gerda Lerner


FEUERKRAUT.
Eine politische Autobiografie

Zeit:
Do., 4.6.2009, 1900 Uhr
Ort:
Heinrichstraße 36, HS 11.01


In Kooperation mit
Institut für Geschichte (Abteilung Zeitgeschichte)
Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung Universität Graz

Einladung


Vortrag

Zwischen allen Stühlen – Lebenswege des Karl Pfeifer
Film und Zeitzeugendiskussion


1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich. Vier Jahre später erreichte er mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair Palästina. Er lebte im Kibbuz, kämpfte im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrte Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück. Der Film „Zwischen allen Stühlen“ begleitet Karl Pfeifer an zentrale Orte seines Lebensweges.
Mit Karl Pfeifer spricht einer der Filmemacher, der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger (Wien)

Dienstag, 19. Mai 2009, 19.00 Uhr
stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


In Kooperation mit CLIO


Vortrag

63 Jahre danach – Kann zum Erinnern ermutigt werden?
Eine Gesprächsrunde aktiviert durch die künstlerische Arbeit von Jochen Gerz mit der steirischen Öffentlichkeit

Seit Herbst 2008 arbeitet Jochen Gerz mit der steirischen Öffentlichkeit, die vom Künstler die Rolle des Autors / der Autorin übertragen bekommt. Abseits der bekannten Muster, des Fingerzeigs, ist eine weiterführende künstlerische Gedenkarbeit im Gange. Als Ergebnis eines intensiven Prozesses, der das Erinnern an die Zeit über den Alltag des Nationalsozialismus 63 Jahre danach herausfordert, werden aktiv erarbeitete Zeichen an zahlreichen Orten in Graz und der Steiermark auftauchen.
Was hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten auf dem Bereich der Erinnerungskultur verändert und welche Wege können in die Zukunft führen?

Diese Fragen diskutieren

Jochen Gerz (Künstler, Irland), UD Dr. Werner Fenz (Kunsthistoriker, Graz),
UD Dr. Heidemarie Uhl (Historikerin, Wien), Mag. Herwig G. Höller (Journalist, Graz)
Diskussionsleitung: Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)

Donnerstag, 19. März 2009, 19.30 Uhr
Universität Graz, Hauptgebäude (Universitätsplatz 3 / 1. OG), HS 01.14

Eine Kooperation mit
CLIO
Institut für Kunst im Öffentlichen Raum Steiermark



Vortrag

„Männerbund, Homosexualität und Antisemitismus –
Male Gender Crisis und deutsche Politik um 1900“


apl. Prof. Dr. Ulrike Brunotte (Humboldt-Universität Berlin/Universität Gießen)

Donnerstag, 12. März 2009, 19:00 Uhr
Universität Graz, Hauptgebäude, HS 01.14

Einladung


Vortrag

"On the relationship between antisemitism and disproportional hostility to Israel"

David Hirsch (Goldsmiths College, University of London)

Moderation:
Klaus Hödl

Dienstag, 20. Jänner 2009
17.00 Uhr, SR 39.41
Attemsgasse 8/DG


Vortrag

Hans Litten
Vom öffentlichen Gebrauch einer Biographie


Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
(Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)

Moderation:
Klaus Hödl

Mittwoch, 18. Juni 2008
19.00 Uhr, SR 39.41
Attemsgasse 8/DG

Einladung


Vortrag

Franz Kafka und die jüdische Hermeneutik

von
Prof. Dr. Dorothee Gelhard
(Universität Regensburg)

Mittwoch 12. März 2008, 19.00 Uhr
Seminarraum des Franz-Nabl-Institutes für Literaturforschung
Elisabethstraße 30/I, 8010 Graz


Vortragsreihe

Reihe: Geschichte und Film -
Jugend und Kindheit im Nationalsozialismus

mit wissenschaftlicher Einführung durch
Univ. Prof. Dr. Frank Stern
(Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)


Bei der Frage, wie denn historische Bilder in die Köpfe der Menschen kommen und wodurch sie geprägt werden, spielt neben der familiären Erzählung, dem Schulunterricht, historischen Büchern vor allem das Medium Film eine zentrale Rolle. Dabei unterliegt der Film nicht wie das wissenschaftliche Buch oder der Unterricht der Logik geschichtswissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern orientiert sich an der Logik filmischer Erzählungen zwischen Fact und Fiction.
Den Bildern von Jugend und Kindheit im Nationalsozialismus wie sie in Filmen vermittelt werden, geht die Reihe „Geschichte und Film: Jugend und Kindheit im Nationalsozialismus“ nach. Mit dem renommierten Historiker und Filmwissenschafter Frank Stern vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien steht CLIO und dem Centrum für Jüdische Studien ein kompetenter Fachmann zur Seite, der die gezeigten Filme wissenschaftlich einbegleiten und mit dem Publikum diskutieren wird.


Wohin und Zurück, Teil 1 (Ö, BRD, CH 1981/82)
Regie: Axel Corti, Buch: Georg Stefan Troller
Donnerstag, 13. März 2008, 18.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

David (BRD 1978)
Regie: Peter Lilienthal, basiert auf den Erinnerungen von Joel König
Donnerstag, 24. April 2008, 18.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

Hitlerjunge Salomon (D, F 1989/90)
Regie: Agnieszka Holland,
basiert auf den Erinnerungen von Salomon Perel
Donnerstag, 15. Mai 2008, 18.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

Die Feuerzangenbowle (D 1944)
Regie: Helmut Weiss, Produktion: Heinz Rühmann, Buch: Heinrich Spoerl
Donnerstag, 12. Juni 2008, 18.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


Veranstaltungsreihe von CLIO in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien.


Einladung


Vortrag

Vom Vorurteil zum Genozid
Geschichte und Aktualität des Antisemitismus

Judenfeindschaft hat eine lange Geschichte und viele aktuelle Erscheinungsformen.
Dem christlichen Antijudaismus folgte der Antisemitismus als Rassen-ideologie, der zum Holocaust führte. Danach entstanden neue Formen der Ablehnung wie Antizionismus als politische Kampfansage gegen Israel. Das älteste religiöse, politische, soziale und kulturelle Vorurteil der Geschichte, die Überzeugung von der gefährlichen Eigenart der Juden, ist in neuen Formen immer noch wirksam und vielfältig instrumentalisiert.

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Benz
(Historiker, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin)

Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad
(Institut für Geschichte / Zeitgeschichte)

Montag, 12. November 2007, 19.30
Universitätsplatz 3, 1. Obergeschoß HS 01.14


Einladung


Vortrag

Jüdisches Leben in Österreich
Vortrag und Buchpräsentation

Mit der „Geschichte der Juden in Österreich“ liegt die lang geforderte wissenschaftliche Darstellung jüdischen Lebens im österreichischen Raum von den Anfängen bis in die Gegenwart vor. Neben der über die Jahrhunderte immer wiederkehrenden Verfolgungsgeschichte wird der Fokus auf die kulturellen Leistungen der jüdischen Bevölkerung in Österreich gelegt.


Dr. Martha Keil (Direktorin des Instituts für Geschichte der Juden in Österreich)
Univ. Prof. Dr. Albert Lichtblau (Historiker, Universität Salzburg)

Dienstag, 16. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

Einladung


Vortrag

Kein Beruf für Israels Töchter?
Zur Situation jüdischer Lehrerinnen im 19. Jahrhundert.

PD Dr. Andreas Brämer
(Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)

Moderation:
Dozent Dr. Klaus Hödl

Montag, 4. Juni 2007
19.00 Uhr, HS 23.03
Mozartgasse 23 (Meerscheinschloß)

Einladung


Eröffnungsvorlesung der
Kurt-David-Brühl Gastprofessorin im Sommersemester 2007

Hannah Arendt, Charlie Chaplin
und die verborgene jüdische Tradition

Prof. Dr. Liliane Weissberg
(University of Pennsylvania)

Begrüßung:
Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Roberta Maierhofer

Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad

Freitag, 4. Mai 2007
12.00 Uhr, HS 06.02
Universitätsbplatz 6 (Vorklinik)

Einladung


Es geht um das Jüdische und nicht um „die Juden“
Bemerkungen zu einem problematischen Verhältnis

Prof. Dr. Michael Daxner
(Universität Oldenburg)

Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad

Dienstag, 13. März 2007
18.30 Uhr, HS 23.03
Mozartgasse 3 (Meerscheinschloß)

Einladung


Zweierlei Judenheit.
Der Begriff „Ostjude“ in der gegenwärtigen
Historiographie.

Malgorzata Maksymiak-Fugmann
(Ben Gurion University of the Negev, Beer Sheva Israel)

Donnerstag 18. Jänner 2007, 19.00 Uhr
Mozartgasse 3, Hörsaal 23.03

(In Kooperation mit dem Verein Clio und dem
David-Herzog-Fonds der steirischen Universitäten)

Einladung


Zionismus und Diasporismus: gestern und heute

Univ.-Prof. Dr. Mark Gelber (Beer Sheva)

Dienstag, 17. Oktober 2006, 19.00 Uhr
Mozartgasse 3, Hörsaal 23.03

(In Kooperation mit dem Verein Clio und der Österreichischen Forschungsgesellschaft)

Einladung