Über das CJS

 

Das Centrum für Jüdische Studien an Karl-Franzens-Universität Graz (CJS) wurde im Frühjahr 2000 als Verein zur Förderung des David-Herzog-Centrums für Jüdische Studien gegründet. Um eine Verwechslung mit dem bereits bestehenden David-Herzog-Fonds auszuschließen, wurde nach kurzer Zeit eine Namensänderung auf Centrum für Jüdische Studien vorgenommen. Als Obmann fungierte der seinerzeitige Rektor der Universität, Lothar Zechlin. Weitere Gründungsmitglieder waren Helmut Konrad und Dieter Binder.

Nach einer Übergangsphase, in der der Bezug zur Universität nur durch den Vereinsvorstand in personaler Hinsicht bestand, wurde das CJS auf Beschluss des Senates im Jahre 2001 der Universität angegliedert. Gleichzeitig wurde ein Leistungsvertrag mit ihr geschlossen. Das CJS verpflichtet sich darin u. a. zu Forschung und Lehre in jüdischen Studien, zur Herausgabe einer Zeitschrift (transversal) und einer Buchreihe (Schriften des Centrums für Jüdische Studien) sowie zum Aufbau einer Bibliothek.

Im gleichen Jahr wurde an der Universität auch eine Gastprofessur eingerichtet. Sie wurde durch Finanzierungszusagen ermöglicht, die im Umfeld der Gründungsaktivitäten des CJS vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie vom Ehrenpräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Graz, Herrn Konsul Kurt David Brühl, gegeben wurden.

Im Mai 2006 wurde das CJS schließlich als überfakultärer Leistungsbereich der Karl-Franzens-Universität Graz eingerichtet und somit in die Universität Graz integriert.

Das CJS ist interdisziplinär und kulturwissenschaftlich ausgerichtet. Das Forschungsinteresse bezieht sich auf europäisches und außereuropäisches Judentum (im Besonderen mit Schwerpunkt auf die jüdische Regionalgeschichte).

Das CJS ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Jüdische Studien in Österreich (AGJÖ), einem seit 2008 bestehenden informellen Zusammenschluss der universitären und außeruniversitären Institutionen, welche sich mit der Erforschung, Publikation und Lehre jüdischer Geschichte und Kultur beschäftigen. Die Arbeitsgemeinschaft dient dem regelmäßigen Austausch unserer Vorhaben, der gemeinsamen Planung von Tagungen, Projekten und Publikationen sowie der Diskussion von Themen und Methoden. Die halbjährlichen Treffen stehen allen Mitarbeiter/innen der beteiligten Institutionen offen. Mitglieder der AGJÖ sind neben uns das Institut für Judaistik der Universität Wien (www.univie.ac.at/Judaistik/), das Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST; www.injoest.ac.at), das Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg (ZJK; www.uni-salzburg.at/zjk).

 

On the CJS

The Centre of Jewish Studies at the Karl-Franzens-Universität Graz (CJS) was founded in the spring of 2000 as a society for supporting the David-Herzog-Centre for Jewish Studies. To prevent it from being confused with the already existing David-Herzog-Fund, after a short time the name was changed to Centrum für Jüdische Studien (Centre for Jewish Studies). Chairman was the then president of the university, Lothar Zechlin. Further founding members were Helmut Konrad and Dieter Binder.


After a period of transition, when there was only a personal relationship to the university by the members of the committee, the CJS was included into the university in the year 2001, following a decision of the Senate. At the same time a performance contract with the university was concluded. Among others, the contract obliges the CJS to carry out research and offer lectures on Jewish studies, to publish a magazine (transversal) and a series of books (Schriften des Centrums für Jüdische Studien) as well as to build up a library.


In the same year, a guest professorship was established at the university. It was made possible by funding promises which were made by the Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Federal Ministry of Education, Science, and Culture) as well as by the honorary.