Die Auseinandersetzung mit Verfolgung und Terror in der NS-Zeit ist vielfach auf Wissen und Erfahrung von ZeitzeugInnen angewiesen. Mangelnde Archivquellen sowie eine bewusste Verschleierung während und nach der NS-Herrschaft ließen das Leid einzelner Gruppen und Menschen über Jahrzehnte im Dunkeln. Mit der Oral History, der bewussten und systematischen Beschäftigung mit ZeitzeugInnen, gerieten deren Leidenserfahrungen in das Zentrum der Aufmerksamkeit.
2009 präsentierte der burgenländische Verein Roma-Service eine Edition von Interviews mit den letzten Holocaust-Überlebenden und deren Nachkommen (Mri Historija). Im Folgeprojekt wurden nun BurgenländerInnen mit unterschiedlichen religiösen, sprachlichen und sozialen Zugehörigkeiten gebeten, ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Überblick über die Vielfalt der Erfahrungen im Burgenland des 20. Jahrhunderts, der über den Gegensatz zwischen Diskriminierung und Toleranz hinausgeht.
Di.
15.5.2012, 19.00 Uhr
Vorklinik, Hörsaal C (HS 06.03)
Eine
Veranstaltung des Instituts für Geschichte (Zeitgeschichte) der Universität
Graz in Kooperation mit _erinnern.at_, Clio, Roma Service, [spi:k] Sprache,
Identität, Kultur und dem Centrum für Jüdische Studien
Prof.
Dr. Ulrich Wyrwa
(Kurt-David-Brühl-Gastprofessor für Jüdische Studien)
Freitag
1. Juni 2012, 13.00 Uhr
Hauptgebäude der Universität Graz
SZ 01.18, Universitätsplatz 3/1.OG, 8010 Graz
Evelyn Adunka, Gerald
Lamprecht, Georg Traska (Hg.), Jüdisches Vereinswesen in Österreich
im 19. und 20. Jahrhundert (Schriften des Centrums für jüdische
Studien, B 18) |
Kulturabteuilung der Steiermärkischen Landesregierung, Centrum für Jüdische Studien (Hrsg.), Jüdische Friedhöfe in Österreich. Aspekte der Erhaltung. Dokumentation einer Expertenkonferenz (Vorlesungen des Centrums für Jüdische Stuidien, Bd. 2), Graz 2010. |
transversal 2/2009, 10. Jg |
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Informationen: Leykamverlag |
Bestellungen: www.studienverlag.at |