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Karl-Franzens Universität Graz
Institut für Psychologie
Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologie
Universitätsplatz 2/DG
A - 8010 Graz
Österreich

Leitung: Univ.-Prof. DDr. K. Wolfgang Kallus

Telefon (Sekretariat): +43/316/380 - 5122
Fax (Sekretariat): +43/316/380 - 9807

 
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Die Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologie der Karl-Franzens-Universität Graz steht für qualitätsgesicherte Analyse und Gestaltung von Arbeit und Arbeitsbedingungen sowie dessen Auswirkungen auf Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und organisationale Faktoren. Ein ganzheitlicher Zugang zum System Mensch, unter Betrachtung psychischer, physischer, sozialer und verhaltensbezogener Komponenten sowie die Entwicklung und Prüfung wissenschaftlich fundierter Programme gewährleistet, in den Bereichen Burnout-Prävention und Gesundheitsförderung, Human Factors, Personal- und Organisationsentwicklung effizient beizutragen.

Die MitarbeiterInnen in der Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologie können auf ein breites Spektrum an Erfahrungen in den Bereichen Stress, Erholung und Gesundheitsförderung zurückgreifen und sind Kompetenzpartner für Arbeitszufriedenheit, MitarbeiterInnenbindung, Burnout und Methoden der Evaluationsforschung.

 

AKTUELLES

ISAP'11
5th International Summer School on Aviation Psychology, Graz 2011
Training and future Challenges in Aviation

July 3– July 8, 2011

The 5th International Summer School is organised by the University of Graz in collaboration with the Austrian Aviation Psychology Association (AAPA). As such the ISAP 2011 will be recognised as special course in the "Disseration Program" as well as the "Top Performance Program" of the University of Graz.

ISAP combines an affordable training for graduate and undergraduate students in the field of Aviation Psychology and Human Factors with continuing education of professionals in the aviation sector such as psychologists, air traffic controllers, pilots, engineers or crew members. Professionals, researchers and students come from different places all over the world to profit from this opportunity and deepen skills and competencies in this area.

Weitere Informationen: http://www.uni-graz.at/isap11/

               

BURNOUT – was ist das?

In letzter Zeit ist das Phänomen Burnout sehr stark in den Medien, der Anstieg der psychischen Erkrankungen ist scheinbar enorm:

       „Schon 900.000 Österreicher psychisch krank
       Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen: Schon 900.000 Österreicher sind betroffen, 840.000        erhalten Psychopharmaka verschrieben, 78.000 sind arbeitsunfähig. Die Zahlen stiegen binnen weniger Jahre stark.
       Kategorie: Wachstumstrend Erstellt am 17.06.2011.
       "Was uns betroffen macht, ist die hohe Wachstumsdynamik", so der Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Ein        Krankenstand wegen psychischer Erkrankungen dauert im Schnitt 40 Tage, ein Krankenstand wegen körperlicher Leiden hingegen        nur elf Tage. Und bereits jede dritte krankheitsbedingte Frühpensionierung geht auf eine psychische Erkrankung zurück.“

http://science.orf.at/stories/1684183/

s.a. die Aussendung des Berufsverbandes der PsychologInnen:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110617_OTS0157/dramatischer-anstieg-bei-psychischen-erkrankungen  

  

Doch ist alles auch Burnout? Was ist Burnout?

Wenn Sie selbst prüfen möchten, ob Sie sich in einem kritischen Balance-Zustand befinden, dann können Sie hier an einer Studie teilnehmen und gleichzeitig eine einfache Ampel-Rückmeldung erhalten:

>> Online-Fragebogen unter http://ww3.unipark.de/uc/job_2010/

Der Begriff Burnout versammelt eine sehr große Menge an Symptomen und damit eine große Anzahl an möglichen Erkrankungen. Vielfach wird damit auch der „Weg“ in eine psychisch belastende Situation verstanden.

Burnout ist im engeren Sinne eine berufsbezogene, psychisch  kritische Situation, in der Menschen eine sehr hohe emotionale Erschöpfung erleben (sie fühlen sich „ausgebrannt“), sich sehr stark von anderen Menschen – besonders am Arbeitsplatz von KundInnen und KlientInnen – belastet sehen (eine distanzierte, kühle, fast zynische Haltung wird erlebt) und eine sehr geringe Leistungsfähigkeit bemerken (vieles wird nicht mehr als schaffbar erlebt).

Die Quelle ist nach engerer Definition aus der Arbeitswelt zu sehen. Es sind jedoch natürlich viele Wechselwirkungen der eigenen Person und der Umwelt zu sehen. Besonders leistungsorientierte Personen mit hoher Gewissenhaftigkeit können als anfällig betrachtet werden. Eine Kombination einer sehr fordernden Arbeitsumwelt und hohen eigenen Ansprüchen kann kritisch sein.

Als besonders gefährdend ist es nach den führenden Forschern Michael Leiter und Christina Maslach zu sehen, wenn am Arbeitsplatz eine hohe Arbeitsbelastung vorliegt, niedriges Gerechtigkeitsgefühl erlebt wird, Wertekonflikte vorhanden sind, wenig Anerkennung gegeben wird, das Gemeinschaftsgefühl und der Handlungsspielraum gering sind.

Dennoch sind viele andere Ursachen ebenfalls mit dem Begriff verknüpft. Es besteht neuerdings die Gefahr, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es sind zwar sehr viele Propheten vorhanden, die mit einfachsten Mitteln ein Burnout „diagnostizieren“ möchten und mit teilweise abstrusen Methoden eine Behandlung vorschlagen.

Es ist jedoch im Sinne der betroffenen Menschen notwendig, ihre Leiden ernst zu nehmen. Und obwohl möglicherweise vieles nicht unter „Burnout“ laufen mag, so ist es dennoch wichtig, die psychisch kritische Situation einfach zu nehmen, zu untersuchen, was davon durch die Person selbst geändert werden kann, was am Arbeitsplatz geändert werden sollte.

ArbeitspsychologInnen mit ihrer fundierten Ausbildung können hier wesentlich dazu beitragen, die Situation für die Person und die Arbeitsumwelt zu prüfen und Handlungsvorschläge zu machen, Umsetzungen zu erreichen, die eine psychisch gesunde Umwelt für gleichzeitig erfolgreiche Unternehmen erreichen.

  

Die Bedeutung von Simulatortrainings zur Optimierung menschlicher Leistung im Grenzbereich des menschlichen Leistungsvermögens

In Kooperation mit Forschungspartnern entwickelte Simulatorübungen zu kritischen Flugmanövern wurden sowohl im Flugsimulator als auch im Realflug auf ihre Effektivität überprüft.

Die Leistung im Simulator und im Realflug ist durch Trainings mit zukunftsgerichteter Aufmerksamkeit deutlich steigerbar. Psychophysiologische Analysen zeigen zudem, dass verbesserte Leistungen mit reduziertem Stress einhergehen.

Die Forschungsmethoden und die Ergebnisse werden exemplarisch vorgestellt.

Die Implikationen für Aus- und Fortbildung von Operateuren in Transportsystemen und die Rolle kritischer psychischer Zustände wie Stress, Ermüdung und Monotonie werden mit den Besuchern diskutiert.

 

Projekt Chance4Change

Der Arbeitsbereich AOU ist Projektpartner des EU-Projektes Chance for Change.

Ziel im Projekt Chance4Change ist es, Konzepte und Programme zum Ausgleich von Arbeitsbelastungen, Beanspruchungs- und Stresserleben zu entwickeln und deren Effektivität zu Überprüfen.

 

Führen ohne Burnout - Burnout erfolgreich vermeiden

Ein Abend-Workshop mit Vortrag des international renommierten Burnout-Forschers Prof. Dr. Michael Leiter hat am 4. DEZEMBER 2009 stattgefunden.
 

Stress am Arbeitsplatz

Vortrag Prof. Kallus: "Stress am Arbeitsplatz", Gesundheitstag AKH Linz (29.1.2009)

 

Motivation – Performance – Burnout? PsychologInnen der Uni Graz untersuchten Rahmenbedingungen für „gesundes“ Management

Führungskräfte im Management sind gefordert, unter Belastung top-motiviert höchste Leistung zu erbringen. Das ist langfristig nur möglich, wenn die Arbeitsumgebung optimale Voraussetzungen bietet und unter anderem eine ausgeglichene Erholungs-Beanspruchungs-Bilanz gegeben ist. Sonst ist die Gefahr, in die Burnout-Falle zu tappen, groß. Ein Forschungsteam um Dr. Paul Jimenez am Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz untersucht Risikofaktoren für Burnout, sowohl im Bezug auf die Arbeitsbedingungen als auch auf individuell-persönlicher Ebene.