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Geisteswissenschaftliche Fakultät HomeKarl-Franzens-Universität Graz

Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde

Bildkomposition für Alte Geschichte

Die Alte Geschichte versucht die großen Leitlinien jenes räumlich und zeitlich nicht verbindlich umrissenen Komplexes aufzuzeigen, den man gemeinhin mit dem Etikett 'Antike' versieht. Dieses Gebilde umfasst, von der hiesigen Lehr- und Forschungskonzeption her bestimmt, die frühen Hochkulturen und das griechisch-römische Altertum (einschließlich Randvölker) bis in das 6. Jh. n.Chr., wobei räumlich die ganze Oikumene vom alten China bis nach Mittel- und Südamerika in die (vergleichende) Betrachtung einbezogen ist.
Als selbstverständliche Notwendigkeit gelten dabei Ausblicke in die Prähistorie und, im Hinblick auf das Nachleben der Antike, in die mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte. Vorwiegend der materiellen Hinterlassenschaft dieser 'Antike' widmet sich die Altertumskunde, mit dem primären Anliegen, die Realien der menschlichen Lebenswelt und die Grundbedürfnisse des Daseins - von den Jenseitsvorstellungen bis zu den Essgewohnheiten - zu erfassen und so aufzubereiten, dass von diesen allgemeinen Voraussetzungen menschlichen Handelns - eben den 'Altertümem' - ausgehend versucht werden kann, die Antriebskräfte für die historischen Abläufe durchschaubar zu machen.
Alte Geschichte und Altertumskunde bedingen und ergänzen einander solcherart als Betrachtungsweisen auf dem unüberschaubaren Feld menschlicher Erinnerungen und Hinterlassenschaften, vergleichbar etwa der Gärtnerin und dem Koch, aus deren Zusammenwirken erst Genießbares entsteht.